- Abschöpfungsstrategie
Die Abschöpfungsstrategie (engl. skimming pricing) ist ein Begriff aus der Preispolitik. Er bezeichnet eine Strategie, bei der ein Produkt zunächst mit einem hohen Preis eingeführt wird, der später jedoch schrittweise gesenkt wird. Das Gegenstück zur Abschöpfungsstrategie ist die Penetrationsstrategie.
Der Preis für ein Produkt wird zunächst hoch angesetzt und mit zunehmender Markterschließung nach unten korrigiert. Durch den hohen Einstiegspreis werden zwar meist nur geringere Absatzmengen erzielt, aber gleichzeitig auch relativ hohe Deckungsbeiträge pro Stück realisiert. Ziel der Abschöpfungsstrategie ist es, bei Kunden, die bereit sind für ein neues Produkt einen hohen Preis zu zahlen, diesen auch „abzuschöpfen“.
Die Abschöpfungsstrategie empfiehlt sich besonders dann, wenn es sich bei den neuen Produkten um echte Innovationen handelt, die aufgrund ihrer Neuartigkeit stark nachgefragt werden. Daher nennt man die Erstkunden, die den hohen Preis bezahlen, auch Innovatoren. Ein Beispiel für die Abschöpfungsstrategie bietet der Markt für mobile Telefongeräte, wo Handys anfangs zu hohen Preisen verkauft werden, die aber bereits nach kurzer Zeit im Preis massiv sinken.
- Angebot
Unter Angebot versteht man in der Volkswirtschaftslehre allgemein die Menge jeder Art von Gut oder Dienstleistung, die ein einzelner wirtschaftlicher Akteur oder eine Mehrheit von Akteuren zu einem bestimmten Preis im Austausch gegen Geld oder andere Güter und Leistungen herzugeben interessiert und bereit ist.
Diese primäre Definition von Angebot setzt die Vorstellung der Homogenität des jeweils betrachteten Guts voraus, da nur so von verschiedenen Mengen eines Gutes die Rede sein kann und nur so das Angebot verschiedener Akteure mengenmäßig und in der nachgefragten Qualität zusammengefasst werden kann. In einem abgeleiteten Sinn spricht man auch von dem aggregierten (zusammengefassten) Angebot verschiedener Güter etwa eines ganzen Industriezweigs oder der gesamten Volkswirtschaft, die als Summe des preislich bewerteten Angebots der einzelnen Güter bestimmt wird.Entsprechend wird der diesem so bestimmten aggregierten Angebot zugeordnete Preis als mit der gegebenen Angebotsstruktur gewichtete Durchschnittspreis bestimmt.
- Bio-Siegel
Mit dem Bio- Siegel werden Produkte und Lebensmittel gekennzeichnet, die nach den EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert und kontrolliert wurden. Diese Rechtsvorschriften gelten für die gesamt EU und garantieren einheitliche Standards für den ökologischen Landbau. Das Bio-Siegel steht für eine ökologische Produktion und artgerechte Tierhaltung. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bio-siegel.de
- Marktanalyse
Die Marktanalyse ist Teilgebiet des Marketings und wird meist als Synonym für Marktforschung (im weitesten Sinne) und Marktinformationsbeschaffung verwendet. Die Marktanalyse ist der grundlegende Baustein, um anschließend strategische und operative Ziele für Marketingaktionen zu definieren.
Die Marktanalyse ist im Gegensatz zur Marktbeobachtung nur eine punktuelle Darstellung der Marktsituation, weshalb man auch von einer Zeitpunktbetrachtung spricht.
Hierbei werden nur die Daten erhoben, die gerade aktuell sind und so für Entscheidungen herangezogen werden können.
- Penetrationsstrategie
Die Penetrationsstrategie (lat. penetrare, eindringen) ist ein Teil der Preispolitik im Marketing. Sie bezeichnet eine Preispolitik, bei der der Preis anfangs möglichst niedrig gehalten wird, um eine hohe Marktdurchdringung zu erzielen. Später wird der Preis jedoch sukzessiv erhöht. Das Unternehmen erhofft sich, durch die Marktdurchdringung einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Das Gegenstück zu Penetrationsstrategie ist die Abschöpfungsstrategie.
- Preispolitik
Die Preispolitik (auch Preismanagement) verfolgt als Verkaufspreispolitik hauptsächlich das absatzpolitische Ziel, mit Hilfe der Verkaufspreisgestaltung Kaufanreize zu setzen. Ein wichtiges Entscheidungsproblem ist die Preisuntergrenze. Die Preisobergrenze dagegen wird durch die Nachfrage festgelegt. Sie liegt grundsätzlich dort, wo der vom Kunden wahrgenommene Preis mit seiner Wertschätzung des Produktes übereinstimmt. Es ist jedoch zu beachten, dass Preispolitik ebenfalls als Einkaufspreispolitik für beschaffungspolitische Ziele eingesetzt wird. Durch das Vorherrschen der Herstellersicht in der Marketing-Lehre, die unter Kunden meist Konsumenten als Käufer der Produkte versteht, geraten sowohl die auf gewerbliche Kunden gerichtete (Verkaufs-)Preispolitik als auch die einkaufs- oder beschaffungspreispolitischen Strategien und Taktiken leicht aus dem Blick. Die Käufer von industriellen Produkten sind im Regelfall zunächst Unternehmer und nicht Konsumenten. Auf letztere ist vor allem die (Verkaufs-)Preispolitik des Einzelhandels gerichtet; ihr widmet sich das Handelsmarketing ebenso wie der auf die gewerblichen Lieferanten gerichteten (Einkaufs-)Preispolitik.
